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Zum 125. Geburtstag von Ballettgenie Vaslav Nijinsky

Heute lebt natürlich keiner mehr, der Vaslav Nijinsky tanzen sah. Auch keine Filmchroniken sind erhalten geblieben, obwohl Filmaufnahmen in den 1910-er Jahren, als die Kunst von Nijinsky ihre Blüte erlebte, möglich waren. Es liegt daran, dass der berühmte Impresario Sergei Djagilew, der als Nijinskys Betreuer galt, nicht erlaubte, die Auftritte von Vaslav zu filmen.

Er wollte nämlich den genialen Tänzer zu einer Legende machen, die niemals von jemandem kritisiert werden dürfte. Mit Vaslav Nijinsky verglichen zu werden, gilt auch heute noch als die höchste Auszeichnung für jeden Balletttänzer. Der weltberühmte russische Tänzer Wladimir Malachow wird oft als „der zweite Nijinsky" bezeichnet. Wladimir Malachow wurde 2002 mit dem Nijinsky-Preis ausgezeichnet. Er trat mehrmals in den Ballettstücken auf, in denen Vaslav seinerzeit glänzte. Der Tänzer äußert sich dazu folgendermaßen:
„Man weiß nicht, wie er tanzte, man hat das nie live gesehen. Es gibt nur Fotos. Doch wenn man diese Ballettstücke tanzt, taucht man sofort in die Welt von Nijinsky ein."

Bei der Welt von Nijinsky handelt es sich vor allem um die Ballettstücke, die vom russisch-amerikanischen Choreographen Michel Fokine für ihn auf die Bühne gebracht wurden. Das wichtigste Stück ist das Ballett „Petruschka" von Igor Strawinski. Nijinsky spielte eine Puppe, die verschiedene Gefühle wie Liebe, Schmerz und Zorn empfinden kann. Zusammen mit Fokine hat Nijinsky die ganze Ballettkunst revolutioniert. Zuvor hatten männliche Tänzer nur dazu gedient, den weiblichen Tanz zu ergänzen und den Tänzerinnen zu helfen. Erst mit Nijinsky kam vollwertiger männlicher Tanz auf - emotionsgeladen und mit hohen Sprüngen. Vaslav war dabei unübertroffen. Nijinsky veränderte auch grundsätzlich das Aussehen der Ballettkostüme. Jewgenija Obraszowa, Primaballerina des Bolschoi-Theaters, berichtet Folgendes:
„Er ließ das Tricot, ließ den Koller kürzer machen. Er erleichterte also das Kostüm, wie es heute beim Tanzen zu sehen ist. Damals galt das als etwas Außerordentliches!"

Als Ballettmeister versetzte Nijinsky das Publikum in einen noch größeren Schock. 1913 brachte er Strawinskis Ballettstück „Der heilige Frühling" auf die Bühne. Um die Archaik wiederzugeben, schrieb er den Tänzern vor, skurrile Bewegungen zu machen. Die skandalträchtige Uraufführung in Paris ist in die Geschichte eingegangen. Das Publikum im Théâtre des Champs-Élysées teilte sich in zwei Gruppen und lieferte sich eine heftige Schlägerei, so dass viele sogar einen Zahnarzt brauchten.

Heutzutage gehen Ballettstücke, die Nijinsky berühmt machten, sowie Ballettstücke über Nijinsky selbst, weltweit über die Bühne. Über ihn werden auch Bücher geschrieben und Filme gedreht. Und fast überall wiederholen sich die Worte „Gottes Clown". Denn so nannte sich Vaslav Nijinsky selbst.



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