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Auf der Suche nach russischen Kunstschätzen

Das Schicksal von Museumsschätzen in Kriegszeiten ist nicht zu beneiden. Die einen werden barbarisch vernichtet und verschwinden für immer aus dem kulturellen Milieu. Andere werden geraubt und landen in Privatsammlungen. Und nur Wenigen ist es beschieden, in ihre Heimat zurückzukehren.

In Russland läuft die Suche nach den in den Kriegsjahren verschollenen Raritäten auf verschiedensten Wegen, darunter über ein besonderes Internet-Portal. Es wurde 2004 im Runet eingerichtet und stützt sich auf die 50 Bücher des Katalogs kultureller Verluste des Landes in den Jahren des Zweiten Weltkrieges. Hier sind fast 1,5 Millionen Bezeichnungen aufgeführt. Die Aufgabe der Fahnder besteht darin, jenes zu finden und zurückzuführen, was erhalten ist. Der Redakteur dieses Internet-Portals Nikolaj Nikandrow sagt hierzu Folgendes.

Da sich diese unsere seinerzeit verschleppten Werte heute in Privatsammlungen befinden, so wird man sie natürlich nicht allein durch Aufrufe zurückholen können. Man erfasst sie, sobald sie über die Auktionshäuser und Ausstellungen quasi mit dem Publikum in Verbindung treten. Man prüft die Kataloge, dann identifiziert man diese Gegenstände und nimmt Kontakt zu den Besitzern auf. Zum Beispiel hat uns ein Besitzer in Amerika eine Arbeit von Kiprenski - das Bildnis Bassins - zurückgegeben. Er hatte es für 175.000 Dollar bei Christie's erworben, es dann aber unentgeltlich zurückgegeben, als er erfuhr, dass es aus dem Russischen Museum stammt."

Seit Ende der 1990er Jahre, als dieser Sammelkatalog kultureller Verluste veröffentlicht wurde, konnten ca. 2.000 Kunstgegenstände, die während des Zweiten Weltkrieges aus Russland verschleppt wurden, zurückgebracht werden. Eine jede solche Rückkehr hat ihre eigene Geschichte, zuweilen gleicht sie einer Detektiv- und Kriminalgeschichte. Das größte Aufsehen erweckte der Fall mit der Entdeckung eines florentinischen Mosaiks aus dem legendären Bernsteinzimmer bei einem deutschen Bürger. Seit dem Jahr 2000 wird dieses Fragment nun in einem Fundus aufbewahrt. Und das in vielem gerade dank des Sammelkatalogs russischer Verluste, betont Nikolaj Nikandrow:
Als der Katalog in Deutschland bekannt wurde, da beschloss der Besitzer dieses echten Mosaiks aus dem Bernsteinzimmer, es am grauen Kunstmarkt' für vier Millionen Mark zu verkaufen. Er nahm sich einen grauen' Anwalt, versuchte es am grauen Markt', geriet aber an die Polizei. Im Ergebnis des Ganzen verstarb der Besitzer, seine Angehörigen zogen es vor, sich nicht einzumischen und verkauften dieses Mosaik für einen symbolischen Preis den deutschen Behörden, und jene gaben es Russland zurück."

Übrigens erfolgt eine solche Rückgabe nicht immer schnell. Sehr oft ziehen sich die Verhandlungen auf höchster Ebene" sehr lange hin. So war es bei den russisch-österreichischen Verhandlungen hinsichtlich der Skulptur aus dem 18. Jahrhundert Fliegender Merkur". Soldaten der Hitler-Wehrmacht hatten sie aus dem Schlossparkensemble in Pawlowsk (bei Petersburg) weggeschafft. Man betrachtete den Fliegenden Merkur" als vernichtet, bis er vor wenigen Jahren auf einer Ausstellung in Wien wiederauferstand". Nikolaj Nikandrow erzählt darüber Folgendes:
Es wurde ein langer Briefwechsel mit den österreichischen Behörden bezüglich einer möglichen Rückführung geführt. Wir setzten die Identifizierung der Skulptur durch. Fachleute aus Pawlowsk fuhren mit der Restaurierungskarte dorthin, nach der sofort festgestellt werden konnte, dass dieser Gegenstand Pawlowsk gehört. Die Österreicher unternahmen Verschiedenes, um zu erklären, dass dieser Gegenstand einem österreichischen Herzog oder General oder noch jemandem gehöre. Sie hatten viele Varianten. Dann aber stimmten sie zu und gaben sie zurück."

Der Merkur", das Florentinische Mosaik aus dem Bernsteinzimmer und noch Dutzende andere nach Hause zurückgekehrte Exponate aus russischen Museen wird man in einer großen repräsentativen Ausstellung in Moskau sehen können. Sie soll Ende des Jahres anlässlich des zehnjährigen Bestehens des russischen elektronischen Katalogs Kulturwerte - Kriegsopfer" zu sehen sein.



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