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Sprachen lernen, Vorurteile überwinden

Auf ein wenig verbale Abrüstung in den Deutsch-Russischen Beziehungen hofft dieser Tage so mancher. Aber zuvor sollte man sein Gegenüber auch verstehen. Das wollen 16 Schüler des Humboldt-Gymnasiums in Berlin versuchen. Sie sind beim Bundescup „Spielend Russisch lernen" dabei...

Eine gemeinsame Sprache finden, heißt, den anderen zu verstehen. Früh übt sich - so lautet auch das Motto beim Bundescup „Spielend Russisch lernen". Mit dem deutschlandweiten Sprachwettbewerb trägt das Deutsch-Russische Forum dazu bei, dass sich immer mehr Jugendliche für die russische Sprache und die russische Kultur interessieren.

„Junge Leute für die russische Sprache zu begeistern, ist wichtiger denn je. Durch eine gemeinsame Sprache können Vorurteile abgebaut werden. Zudem bietet die Fremdsprache eine wichtige Perspektive für die Zukunft eines jungen Menschen", erläutert Martin Hoffmann vom Deutsch-Russischen Forum.

Bereits zum siebten Mal vermittelt der Sprachwettbewerb Jugendlichen spielerisch den Zugang zur russischen Sprache. Bundesweit treten die Schüler bis Juli in Zweiermannschaften an, wobei jeweils ein Partner Russischkenntnisse besitzt und einer nicht. So erhalten auch Jugendliche, die noch kein Russisch können, einen kinderleichten Einstieg in die neue Sprache.

Anne Deterding und Neele Böer errangen den ersten Platz

Die aktuelle Schulrunde ist die erste von insgesamt drei Runden des bundesweiten Sprachturniers. Im Humboldt-Gymnasium fand diese in diesem Jahr zum siebten Mal statt. 16 Schülerinnen und Schüler in 8 Teams spielten beim diesjährigen Russisch-Cup mit. Die frisch gekürten Schulsieger heißen Anne Deterding (13 Jahre) und Neele Böer (13 Jahre). Für sie geht es nach den Sommerferien dann zur Regionalrunde.

Auf die Sieger der Regionalrunden wartet ein besonderes Highlight: Im Herbst verbringen die Schüler auf Einladung der GAZPROM Germania GmbH ein Wochenende in Deutschlands größtem Freizeitpark, dem Europa-Park in Rust bei Freiburg. 32 Russischlerner aus ganz Deutschland werden zwischen Achterbahn und Zuckerwatte ihre Sprachkenntnisse unter Beweis stellen und um eine mehrtägige Russlandreise spielen.

Juliane Neitzke und Clara Eisler erreichten Platz Zwei

„Mit diesem Engagement tragen wir dazu bei, Jugendliche an die russische Sprache heranzuführen und damit ihr Interesse an Russland, seiner Kultur und seinen Menschen zu wecken. Das gemeinsame Lernen bringt die Menschen noch näher zusammen und fördert das gegenseitige Verständnis und das Miteinander der Kulturen. Wir freuen uns die Schüler bald im Europa-Park begrüßen zu dürfen", betont Burkhard Woelki, Direktor Unternehmenskommunikation der GAZPROM Germania GmbH.

Das Unternehmen fördert das Sprachturnier seit 2008 und lädt die Regionalsieger jedes Jahr zu einem großen Finale ein. In den vergangenen Jahren beteiligten sich knapp 28.000 Schüler aus 16 Bundesländern an dem deutschlandweiten Sprachturnier.

Der Bundescup „Spielend Russisch lernen" wird in Kooperation mit dem Fond Russkij Mir veranstaltet. Weitere Partner sind die Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch, das Goethe-Institut Russland, der Deutsche Russischlehrerverband und der Fachverband Russisch und Mehrsprachigkeit. Das Projekt wird gefördert von der GAZPROM Germania GmbH, dem Cornelsen-Verlag sowie Lernidee Erlebnisreisen.



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