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Ein Hauch von Russland

Aus der Millionenstadt Moskau ins deutlich kleinere Rotenburg - das ist schon ein krasser Gegensatz. Und den erlebt zurzeit Maria Dumbar. Die Russin ist als Lehrerin für drei Wochen zu Gast in der Theodor-Heuss-Schule (THS). Dort besucht sie den heimischen Unterricht, kann aber ebenso ihre Erfahrungen an Lehrer und Schüler weitergeben.

Wer vom Lebenslauf der jungen Frau hört, horcht auf. Denn mit gerade einmal 26 Jahren hat sie schon so manche Station durchlaufen. Und: Die deutsche Sprache beherrscht der russische Gast fast in Perfektion. Bereits in Klasse zwei begann für Maria Dumbar der Deutschunterricht, in der Oberstufe waren es rund zehn Mal pro Woche, an denen die Fremdsprache gepaukt wurde. Schon mit 16 Jahren hatte sie ihren Abschluss in der Tasche. Und schließlich folgte das Studium, mit 21 Jahren war sie damit durch. Fünf Jahre Berufserfahrung kann die Lehrerin nun schon vorweisen. Zwei Jahre am Gymnasium, an dem sie zurzeit Deutsch in der fünften, sechsten und zehnten Klasse unterrichtet, zudem drei Jahre an einer anderen Schule zuvor. Und Dumbar war ein Schuljahr zu Gast an einem sächsischen Gymnasium, um dort zu assistieren.

Deutsch, so berichtet sie, genieße einen hohen Stellenwert in Russland. Und als sich über das Programm des pädagogischen Austauschdienstes die Chance ergab, noch einmal einen Abstecher in die Bundesrepublik zu machen, wurde sie von ihrem Kollegium auserwählt, sich zu bewerben. So kam sie mit der THS in Rotenburg zusammen. "Ich fühle mich hier gut aufgenommen", sagt sie. Untergebracht ist sie bei einer Gastfamilie, und zwar bei Lehrerin Sabine Meyer-Eggert. Was ihr in der Wümmestadt auffällt: "Ich kann mit dem Fahrrad zur Schule fahren - ein Traum." In Moskau wäre das nicht denkbar. Dort verlasse sie morgens um 6.15 Uhr das Haus, fahre im Auto des Freundes mit und sei bereits um 7 Uhr in der Schule - eine Stunde früher als notwendig. Wieso? "Um den Stau zu umgehen", erklärt sie. Nachmittags geht's zurück mit U-Bahn und Bus. Straßen und das U-Bahn-Netz seien deutlich überlastet und hätten nicht mit dem Wachstum der Metropole Schritt halten können. Da sei die Lage in Rotenburg wesentlich entspannter - und mehr Natur in der Stadt gibt's hier außerdem.

Lühr Klee, Rektor der THS, freut sich, den internationalen Gast in der Einrichtung zu haben. "Wir bemühen uns stets, die Schule nach außen zu öffnen", erklärt er. Und dazu trage der pädagogische Austausch bei. Für die Schüler sei es interessanter, live von der jungen Lehrerin von ihrem Land zu hören. Das sei anschaulicher als der Blick in Atlanten und Geschichtsbücher. "Auch für das Kollegium ist der Einblick in ihre Erfahrungen und das russische Schulsystem bereichernd", erklärt Klee. Durch Nachfragen des russischen Gastes reflektierten die deutschen Lehrer vor Ort ihr Tun.

In Moskau, so berichtet die junge Frau aus ihrer Heimatstadt, gebe es zu viele Akademiker - einhergehend mit den zahlreichen privaten Universitäten. Wenn man jedoch einen Handwerker suche - dann werde es schwierig. Noch einen Unterschied zu Deutschland gebe es: "Der Druck auf die Schüler ist viel höher bei uns. Das ist nicht gut", gesteht die Lehrerin ein. Und ihr fällt auf: Während in den Schulen hierzulande Männer wie Frauen unterrichten, seien es an ihrer Schule bis auf zwei Ausnahmen allesamt Lehrerinnen.

Ein groß angelegtes Programm wie den Bundesfreiwilligendienst - der ja eine Art Orientierungsphase nach der Schule ist - gebe es in Moskau übrigens nicht, berichtet Dumbar. In Rotenburg kommt sie damit jedoch in Berührung. Denn das zweite neue Gesicht an der THS ist Frederik Scharfenberger. Der 18-Jährige hat in Zeven Abitur gemacht, entschied sich dann jedoch gegen das sofortige Studium oder eine Ausbildung und nutzt stattdessen die Chance, einen Bundesfreiwilligendienst in der Wümmestadt zu absolvieren -im Bereich Sport. Dort kümmert er sich beispielsweise um die Ausleihe der Sport- und Spielgeräte (insbesondere in den Pausen), ist Ansprechpartner für die Spielassistenten der THS, ist auch in Stunden dabei sowie in drei AGs (Computer, Fußball und Hip-Hop-Dance) und fährt im Januar mit auf Skifreizeit. Ein Schwerpunkt für ihn wird die Vorbereitung eines schulübergreifenden Fußball-/Futsal-Turniers sein.

"Finanzieren können wir den Bufdi-Einsatz aus Mittel des Ganztagsschulbetriebs", so Klee, der froh ist, dass die Schule in diesem Bereich so gut ausgestattet ist. Scharfenberger spielt übrigens selbst Fußball, trainiert auch eine Gruppe. Der Umgang mit Kindern und Jugendlichen liegt ihm. Beruflich wird er später jedoch nichts mit Sport, wohl aber mit Kontakt zu verschiedensten Menschen zu tun haben - den jungen Mann zieht es in die Bank, eine Ausbildungsstelle hat er bereits.


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