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Apfelgärten russischer Literatur

Das Buchfestival Antonowskije jabloki" (Antonow-Äpfel) rechtfertigt seinen Namen voll und ganz: Die alte Stadt Kolomna in der Nähe von Moskau ist voller Literaten, Leser und Äpfel gewesen
Dichter, Prosaiker und Übersetzer machten die zahlreichen Gäste mit den Geheimnissen ihres Handwerks vertraut. Und diese kosteten nebenbei das Fest nach dessen Geschmack, wobei sie das unnachahmliche Aroma der Antonow-Äpfel genossen. Es war nicht nur interessant, sondern es schmeckte auch.

Es war nicht von ungefähr, dass dieses Apfel- und Buchfest gerade in Kolomna verlief. Ist es doch eine Stadt mit uralter Tradition des Obstgartenbaus, die noch in das 14. Jahrhundert zurückreicht. Viele Apfelbaumgärten gibt es hier auch heute. Das Festival Antonow-Äpfel" hat in Kolomna bereits zum zweiten Mal stattgefunden, und es hat gezeigt, dass es auch im rationalen 21. Jahrhundert mehr als genug Menschen gibt, die den Geschmack und die Schönheit: die Natur, das Wort und die Kunst, zu schätzen wissen. Das Hauptthema des Festes, Gärten russischer Literatur, haben die Gäste sowohl im buchstäblichen als auch im metaphorischen Sinne verstanden. Mit unverkennbarem Vergnügen wanderten sie durch Alleen und auf Pfaden nicht nur der realen, sondern auch der literarischen Gärten und genossen den goldenen Herbst sowie Poesie und Prosa.

Eines besondere n Erfolges erfreute sich das Programm Russische Ausländer". Der Botschafter Irlands in Russland, Philip McDonagh, hat sich auch als wunderbarer Dichter erwiesen. Er machte die Gäste des Festivals mit dem Sammelband seiner Gedichte Pesnja, kotoruju pela iwolga" (Ein Lied, vom Pirol gesungen) bekannt, der unlängst im russischen Verlag Zentr knigi Rudomino" (Buchzentrum Rudomino) erschienen ist. Timen Kauvenaar, Kulturrat der Botschaft der Niederlande, stellte eine Buchreihe vor, die den berühmten Holländern in Russland gewidmet ist. Die einzige Vertreterin des schönen Geschlechtes unter den Teilnehmern an diesem Programm war die britische Dichterin und Übersetzerin Sasha Dugdale, Chefredakteurin der Zeitschrift Sowremennaja poezija w perewodach" ( Moderne Poesie in Übersetzungen) . Während einer Meisterklasse, die diese junge elegante Engländerin gegeben hat, die Russisch ohne auch nur geringsten Akzent spricht, war der Saal gerammelt voll, wobei unter den Teilnehmern besonders viele Jugendliche gezählt wurden. Hier, was Sasha Dugdale, eine Russin meiner Seele nach", der Stimme Russlands" von sich erzählt hat:

Ich habe in Brighton eine ganz gewöhnliche Schule besucht. Natürlich wurde dort kein Russisch unterrichtet. Doch die russische Sprache zu erlernen, war der größte Traum in meinem halbwüchsigen Leben. Und so fand ich mir einen Lehrer und nahm bei ihm Stunden nach dem Unterricht. Später nahm ich das Studium in Oxford an der Slawistikfakultät auf. Aber vor dem Studium kam ich nach Russland, denn in Wirklichkeit beherrschte ich die russische Sprache nicht so gut, um in Oxford zu studieren. Ich bin in einem zarten Alter nach Russland gekommen, wahrscheinlich ist auch meine Liebe für Russland darauf zurückzuführen. Denn alle ersten Eindrücke habe ich in Russland gewonnen: Ich habe meine erste Arbeitsstelle (im Britischen Rat) in Russland gefunden, ich habe mich in Russland verliebt, und mein Sohn wurde in Russland geboren."

Sasha Dugdale, selbst eine großartige Dichterin, übersetzt aus dem Russischen nicht nur Poesie, sondern auch neuzeitliche Dramaturgie. Ihr ist es zu verdanken, dass an Theatern in Großbritannien, den USA und in anderen Ländern Stücke vieler russischen Autoren, insbesondere Plastilin" und Schwarze Milch" von Wassili Sigarjow und Der Terrorismus" von Gebrüdern Presnjakow, aufgeführt wurden.

Es war gar nicht so einfach, alle nennenswerten Veranstaltungen des Buchfestivals Antonow-Äpfel" zu besuchen. Die Weltliteratur flimmert geradezu von Erwähnungen der Äpfel, man nehme allein altgriechische Mythen oder das Alte Testament. Das Festival in Kolomna wird nicht von ungefähr mit der gleichnamigen Erzählung von Iwan Bunin assoziiert. Antonowka ist bei dem Nobelpreisträger ein Symbol des unnachahmlichen Geistes der vorrevolutionären russischen Gutshöfe, jener schwindenden Natur, die wir aus der Literaturklassik kennen. Zu einem kunstvollen Ereignis des Festes wurde das Projekt Äpfel der Genies", das die russischen Museen und Gutshöfe, insbesondere Jasnaja Poljana von Lew Tolstoi, Melichowo von Anton Tschechow und Darowoje von Fjodor Dostojewski, vereinigt hat. Aus Äpfeln, die in den dortigen Gärten geerntet wurden, hat das Museum Kolomenskaja Pastila" (Obstpaste von Kolomna) nach einem traditionellen lokalen Rezept einmalige Apfelpastila zubereitet, die man sonst nirgendwo in der Welt kosten kann.

Die Pastila von Kolomna ist ein alter russischer Leckerbissen, der zu der Tafel der russischen Kaiser geliefert wurde. Die Pastila, die einen erstaunlich zarten Geschmack und ebenso zartes Aroma aufzuweisen hat, wird aus einem geschlagenen Apfelpüree unter Zugabe von verschiedenen Früchten, Beeren und Nüssen zubereitet. Die Museen und Gutshöfe selbst haben die Gäste des Festivals mit ihren originellen Programmen erfreut.


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