gerb ministry
Russian
English
English
French
Français
Spanish
Español
German
Deutsch
Italian
Italiano
Portuguese
Português

Kazakh
Ққ
Chinese
中文
Arabic
ﺔﻴﺑﺮﻌﻟا
Mongolian
M
Vietnamese
Tiếng Việt
Moldavian
Moldov
Romanian
Română
Türkçe
Türkçe
Home About Site map Useful links Log in

          1 2
3 4 5 6 7 8 9
10 11 12 13 14 15 16
17 18 19 20 21 22 23
25 26 27 28 29 30
31




Weltberhmtes Pflaster: Der Rote Platz

Schauen Sie mal hin, wenn sie dasselbe tun: Die Augen und Mnder dieser russischen Durchschnitts-Familien sind noch grer, als die der Touristen aus Deutschland und Amerika. Der Rote Platz ist wie kein anderer Ort Symbol fr die Geschichte Russlands. Und wenn auch nur in den Kpfen der Menschen.

Vor allem die Sowjetmacht lud den Platz mit Geschichtssymbolik frmlich auf. Rauchen war hier zu Sowjetzeiten verboten. Vor Lenins Marmor-Sarkophag sollten die Ritzen des Pflasters nicht mit unsthetischen Kippen aufgefllt werden.

Rauchen verboten

Heute ist Rauchen vielleicht immer noch verboten. Das wei keiner mehr so genau. Ist aber auch nicht wichtig, denn mit den Hunderte Meter langen Schlangen vor der einst wichtigsten Staatsleiche der UdSSR verschwand auch die symbolische Daueraufladung des Platzes mit Geschichte.

Heute lsst man sich vor der Kulisse des Historischen Museums am Eingangstor zum Platz vom Profi-Fotographen zwischen zwei lchelnden Doubles ablichten. Links Iwan der Schreckliche, rechts Lenin, der unsterbliche Revolutionr.

Und der Platz neben der Basilius-Kathedrale wird, seit hier der deutsche Abenteurer Mathias Rust 1987 mit seinem Sportflugzeug landete und die Sowjetunion ins Wanken brachte, im Volksmund "Scheremetjewo 3" genannt.

Vor- und Frhgeschichte des Roten Platzes

Bis Ende des 15. Jahrhunderts standen hier bis an die Kremlmauer Huser. Den Platz, der dann entstand, nannten die Moskauer zuerst "torg" (=Handel). Erst im 17. Jahrhundert kam der Name Krasnaja Ploschtschad auf. Krasnaja bedeutete damals noch sowohl rot als auch schn. Erst im 20. Jahrhundert wurde allmhlich aus dem "Schnen Platz" der "Rote Platz".

Da, wo jetzt Lenins Mausoleum steht, gab es bis 1812 noch einen 30 Meter breiten Festungsgraben entlang der Kremlmauer. Als die Franzosen abgezogen waren und die Stadt teilweise ganz neu aufgebaut werden musste, schttete man den Graben zu.

Hier wurde Pugatschow gekpft

Der Rote war schon immer ein politischer Platz. Hier verlasen Herolde die Zarenerlasse. Hier wurden so berhmte Staatsfeinde wie der Bauernfhrer Stenka Rasin, 2.000 Strelizen und der Kosaken-Rebell Pugatschow gevierteilt, gekpft oder sonst wie hingerichtet.

Bei den Strelizen soll Peter I. sogar selbst das Beil geschwungen haben. Die Hinrichtungen fanden meist genau vor der Rundtribne statt, manchmal auch auf ihr.


Zuerst wurden die ffentlichen Hinrichtungen abgeschafft, nach dem August-Putsch 1991 schlielich auch die Militrparaden zum Jahrestag der Revolution, dem 7. November. Ebenfalls mit dem Arbeiter- und Bauernstaat abgeschafft: die Arbeiteraufmrsche am 1. Mai, dem Tag der Arbeit.

Der Rote war aber auch immer schon Handelsplatz. Zuerst gab es lange Budenreihen, wie heute noch an vielen Metrostationen auerhalb des Zentrums. Ende des 19. Jahrhunderts wurde dann das lange Zeit grte Kaufhaus Russlands gebaut: Das GUM (Staatliches Universal-Geschft).

Moskau siegreich ber Tataren

Und er war immer ein Platz der Kirchen. Zeitweise hie er sogar Dreifaltigkeitsplatz, nach einer Kirche, die hier einst stand. Mitte des 16. Jahrhunderts lie Iwan der Schreckliche im Angedenken an seine Siege gegen die Tataren Moskaus Wahrzeichen errichten: Die Basilius-Kathedrale. Und Frst Poscharski lie 1635 hier die Kasaner Kathedrale bauen.

Das kleine Kirchlein war der Dank an Gott fr die Befreiung Russlands von den polnischen Invasoren. Die hatte der Frst vorher mit Hilfe des Metzgers Minin-Sochoruk und dessen Volksheer eigenhndig in die Flucht geschlagen. Beide Helden sind im Denkmal verewigt, das nun vor der Basilius-Kathedrale steht. Die Kasaner Kathedrale wurde in den dreiiger Jahren abgerissen, inzwischen wurde sie wiederaufgebaut.


Platz der Wissenschaften

Was nur wenige wissen: Der Rote war fast 120 Jahre lang auch Platz der Wissenschaften. 1755 nahm hier die erste Moskauer Universitt, die zweite im Lande, den Lehrbetrieb auf. Seit 1871 steht an jener Stelle (zwischen Kasaner Kathedrale und Kremlmauer) der dunkelrote Backsteinbau des Historischen Museums. Die Uni wurde damals ein paar Hundert Meter weiter an die Mochowaja Uliza verlegt.

Was wre der Rote Platz ohne Stalin! Zumindest um eine rote Attraktion rmer. Er war es, der Lenin gegen dessen letzten Willen, in eine klimatisierte Gruft mit Marmorhlle an die Kremlmauer setzen lie.

Eigentlich wollte Lenin selbst hier gar nicht liegen

Lenin war im Januar 1924 nach den offiziellen Trauerfeiern zuerst in einem provisorischen Holzmausoleum ausgestellt worden. Der jetzige Bau entstand 1930 und hatte auch eine ganz pragmatische Funktion: Er war Regierungstribne bei den Militrparaden und Aufmrschen von Arbeitern, Bauern, Komsomolzen.

Links und rechts davon baute man gleich noch ein paar Ehrentribnen fr 10.000 Gste. Und nach und nach wurde aus dem kleinen Garten an der Kremlmauer ein kleiner Promi-Friedhof.


Promi-Friedhof

Stalin, der sich nach seinem pltzlichen Tod 1953 selber neben den Gottvater Lenin ins eigene Mausoleum hatte legen lassen, wurde 1961 von Nachfolger Chruschtschow an die Kremlmauer verlegt.

Andere Persnlichkeiten, denen man hier begegnet, sind: Lenins Frau Nadeschda Krupskaja, die deutsche Clara Zetkin, Kalinin, Breschnew und die sowjetische Antwort auf Elvis Presley, Jurij Gagarin, erster Mensch im Kosmos und bei einem Flugzeugabsturz 1968 heldenhaft verunglckt.

Gruft und Promi-Friedhof kann man nur zusammen besuchen. Ruckscke und Kameras mssen zu Hause bleiben, man kann sie auch am Touristen-Eingang in den Kreml abgeben (Alexandergarten).

Dauerschlange vor dem Mausoleum

Heute, wo die Dauer-Schlange vor dem Mausoleum nur noch auf alten Fotos weiterlebt, sind die Lenin-Besuchszeiten stark eingegrenzt. Dann wird der ganze Rote Platz abgesperrt, und man glaubt, die Uhr drehe sich zurck.

Zwischen Kremlmauer und Historischem Museum wchst an der Absperrung eine Lenin-Schlange! Also schnell alle Hmmer (Lenin liegt unter Glas) und Fotoapparate abgeben und selber einreihen.

Leider ist Schlangestehen hier kein originr sowjetisches Erlebnis mehr. Vorder- und Hinterleute sprechen meist irgendeine unbekannte Fremdsprachen, und im Unterschied zur realsozialistischen Schlange wei man auch, wofr man trotz Regen ansteht.


http://www.moskau.ru
Bei jeder Nutzung der Inhalten dieser Web-Seite ist der AKTIVE HYPERLINK VERBINDLICH
Alle Inhalte sind urheberrechtlich geshützt
HTML-Code des Links:
<a href="">Weltberhmtes Pflaster: Der Rote Platz</a>
Suche
Erweiterte Suche


Wichtig
NÜTZLICHE LINKS
FAQ
Etwas Neus
Staatlicher Test Russisch als Fremdsprache

Vorbereitungsstudium für ausländische Studierende

© 2009-2013 Bildungs- und Forschungsministerium der Russischen Föderation
Bei der Verwendung von Materialien von der Website der Verweis auf «Ausbildung in Russland für ausländische Bürger» und eine Benachrichtigung des Administrators