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50 Jahre Partnerschaft: Dresden und Petersburg feiern

Bereits in den 1950er Jahren hatten Dresden und (damals) Leningrad Kontakte zueinander aufgenommen und ihre Partnerschaft 1961 durch einen Vertrag besiegelt. Als Hamburg und Dresden 1987 Partner wurden, war ein deutsch-russisches Dreieck entstanden, denn Hamburg und Leningrad sind bereits seit 1957 freundschaftlich verbandelt.

Unter Leitung des schsischen Ministerprsidenten

Das kurz zur Geschichte. Das „Venedig des Nordens“ und das „Elbflorenz“ begehen ihr Jubilum in diesem Jahr mit einer ganzen Reihe von Veranstaltungen und Besuchen. Bereits im Juni hatte es in Dresden umfangreiche Feierlichkeiten gegeben, jetzt ist Petersburg an der Reihe.

Die Gste reisen mit einer namhaften Delegation von ber 70 Vertretern der Landeshauptstadt Dresden, der Wirtschaftsfrderung Sachsen sowie der Wirtschaft und der Wissenschaft an. Geleitet wird die Gruppe von Sachsens Ministerprsident Stanislaw Tillich und Dresdens Erstem Brgermeister Dirk Hilbert.

Autoland und russisches Detroit

Das Ziel des Besuches sei „die Intensivierung unserer Zusammenarbeit mit St. Petersburg in den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur“, sagte Tillich am Donnerstag gegenber der Presse.

Sachsen habe 2010 Waren im Wert von rund 718 Millionen Euro nach Russland verkauft, 200 Millionen mehr als noch im Jahr 2009, so der Ministerprsident. Das „Autoland Sachsen“ sei ganz besonders an einer Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Automobilproduktion interessiert, die im „russischen Detroit“ bekanntlich auf einem sehr hohen internationalen Niveau ist.

Umfangreiches Wirtschaftsprogramm

Zu diesem Thema gibt es in Petersburg am 3. Oktober ein Wirtschaftsforum zur Automobilindustrie. Es widmet sich insbesondere der ressourceneffizienten Produktionstechnik, der modernen Ausstattung von russischen Automobilwerken und Zuliefererbetrieben sowie dem Ausbau von Forschungskooperationen.

Noch am gleichen Tag werden beide Politiker zusammen mit dem Ersten Brgermeister Dresdens, Dirk Hilbert, ber die Vertiefung der Zusammenarbeit zwischen Sachsen und St. Petersburg nicht nur im Bereich der Wirtschaft, sondern ebenso in der Wissenschaft und Forschung sprechen.

Vertreter von Dresdner Unternehmen aus dem Bereich Verkehrsplanung tauschen sich am 3. Oktober mit Verkehrs- und Infrastrukturexperten der Petersburger Verwaltung und russischen Unternehmern in einem Workshop zu Fragen der Verkehrsinfrastruktur und Verkehrsplanung aus.

Beim Mikrosystemtechnik-Seminar am 4. und 5. Oktober kommen zwlf Vertreter von Unternehmen und Forschungseinrichtungen des Branchenverbands „Silicon Saxony“ mit rund 30 russischen Partnern ins Gesprch. Dort geht es u. a. um den Ausbauder Zusammenarbeit zwischen „Silicon Saxony“ und dem mit schsischer Untersttzung initiierten Mikroelektronik-Netzwerk „mems-Russia“.

Kultur pur

Auch die kulturellen Beziehungen zwischen den beiden Stdten werden gebhrend prsentiert. Im Bergbau-Institut wird am 3. Oktober im Beisein von etwa zehn russischen Absolventen an schsischen Universitten, die heute in St. Petersburg und Umgebung arbeiten, ein Hrsaal auf den Namen „Dresden“ getauft.

Das Petersburger Rimski-Korsakow-Konservatorium pflegt seit 1991 eine rege Zusammenarbeit mit der Dresdner Hochschule fr Musik. Diese lebt durch Studentenaustausche und insbesondere durch die jhrlichen Dresden-Besuche der Klavierprofessorin Ljubow Rudowa mit jungen, hochtalentierten Musikern ihrer Hochbegabtenklasse.

Der musikalische Hhepunkt geht am 4. Oktober im Groen Saal der Petersburger Schostakowitsch-Philharmonie ber die Bhne: ber 90 Mitglieder der Dresdner Philharmonie unter Leitung von Michael Sanderling geben dort ein Konzert. Die Musiker fhren Werke von Joseph Haydn und Johannes Brahms auf.

Deutsche Einheit im Michaelschloss 

Diese Veranstaltungen scharen sich um den Festempfang anlsslich des 21. Jahrestages der deutschen Wiedervereinigung. In diesem Jahr bildet das Michael-Schloss, einstige Burg von Paul I. und heute Filiale des Russischen Museums, den wrdigen Rahmen fr die Feier, zu der eine Vielzahl an russischen und deutschen Gsten erwartet wird.



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