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Deutsch-russisches Otto-Schmidt-Labor in St. Petersburg wird für drei weitere Jahre gefördert

Prof. Dr. Karin Lochte, Direktorin des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung (AWI) in der Helmholtz-Gemeinschaft, und Prof. Ivan Frolov, Direktor des Instituts für Arktis- und Antarktisforschung (AARI), unterzeichneten einen Vertrag zur Fortführung des Otto-Schmidt-Labors für Polar- und Meeresforschung (OSL) für weitere drei Jahre. Das vor elf Jahren am Staatlichen Institut für Arktis- und Antarktisforschung (AARI) in St. Petersburg gegründete deutsch-russische Otto-Schmidt-Labor für Polar- und Meeresforschung ist die zentrale Schnittstelle und Basis für Forschungsvorhaben auf dem Gebiet der Meeres- und Polarforschung, die zwischen dem russischen Ministerium für Bildung und Wissenschaft und dem deutschen Bundesministerium für Bildung und Forschung durchgeführt werden. „Seit vielen Jahren arbeiten wir sehr erfolgreich mit russischen Kollegen in der Polarforschung zusammen. Das Otto-Schmidt-Labor stärkt unseren Forschungsschwerpunkt in der Arktis und ich freue mich sehr, dass wir die deutsch-russische Zusammenarbeit weiter ausbauen können", bekräftigt Karin Lochte.

Das Otto-Schmidt-Labor, benannt nach dem russischen Polarforscher Otto Juljewitsch Schmidt (1891-1956), hat sich in den letzten zehn Jahren zu einem modernen Forschungslabor für die Fachgebiete Meteorologie, Ozeanographie, Meereschemie, Biologie und Geowissenschaften entwickelt. Es ist ausgestattet mit modernen Labor- und Messgeräten, einem Computerzentrum und einer virtuellen Bibliothek mit Zugang zu mehr als 10.000 Fachzeitschriften. Hauptaufgaben des Otto-Schmidt-Labors sind die Projektkoordination und die wissenschaftliche Qualifizierung und Förderung von Nachwuchswissenschaftlern. Seit dem Jahr 1999 haben 280 Stipendiaten von 19 Forschungseinrichtungen der Russischen Föderation erfolgreich an den OSL-Stipendienprogrammen teilgenommen.

Gefördert wird das Otto-Schmidt-Labor vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, dem Ministerium für Bildung und Wissenschaft der Russischen Föderation, dem Institut für Arktis- und Antarktisforschung (AARI), dem Alfred-Wegener-Institut (AWI) und dem Leibniz-Institut für Meereswissenschaften an der Universität Kiel IfM-Geomar. Hervorzuheben ist dabei auch der Masterstudiengang für angewandte Polar- und Meereswissenschaften (POMOR), den die Universitäten St. Petersburg, Hamburg, Bremen, Potsdam und Kiel sowie AWI, IFM-GEOMAR, IOW und AARI gemeinsam anbieten und organisieren. Seit zwei Wochen absolvieren die 23 Studierenden ihr Deutschlandsemester an den oben genannten deutschen Partneruniversitäten.

Quelle: www.kooperation-international.de

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