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Transport

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Öffentliche Verkehrsmittel
In allen Großstädten gibt es ein dichtes kommunales Verkehrsnetz: Autobus, O-Bus, Straßenbahn, U-Bahn, S-Bahn (Elektricka).
Die Fahrkartentarife unterscheiden sich stark je nach der Stadt. Es gibt Spezialtarife für Studenten für die Monats- und Jahreskarten ( projezdnoj ), die allerdings nur bei dem kommunalen öffentlichen Transport gelten. Nach Ihrem Besuch beim Auslandsamt der Uni erhalten Sie einen Studentenausweis (studenceskij bilet), der Sie berechtig, zu verbilligten Tarifen zu reisen.

Sonst werden die Fahrkarten in den speziellen Kiosks neben den U-Bahn-Stationen oder auf den Haltestellen verkauft. Z.T. wird in Moskau ein elektronisches Entwertungssystem eingeführt, sonst muss man die Einfahrtkarten im Bus oder Straßenbahn entwerten (kompostirovat'). In den Bussen, Straßenbahnen und O-Bussen sind die Fahrkarten oft auch bei der Schaffnerin (konduktor) zu den Normalpreisen oder beim Fahrer (voditel) – bei letzterem zu einem höheren Preis - zu kaufen. Die zajcy (Hasen=Schwarzfahrer) haben es immer noch leichter, als in Deutschland - z. Zt. beträgt in Moskau die Strafe ca. 3 Euro.

Eine gute Alternative zu öffentlichen Personentransportmitteln sind private Anbieter öffentlicher Verkehrsmittel: (öffentliche Verkehrsmittel in privatem Eigentum): vor allem sind es die sogenannten Linientaxis (vergleichbar mit Sammeltaxis) ( Marљrutka ) innerhalb oder auch außerhalb der Stadt. Die Kleinbusse für 10-12 Leute folgen den „normalen“ Strecken des kommunalen Netzes, fahren aber öfter und schneller, da sie im Unterschied zu den Bussen oder Straßenbahnen nicht an allen Haltestellen anhalten. Entweder muss man dem Fahrer im voraus Bescheid sagen, wo man aussteigen will, oder recht laut brüllen, damit der Fahrer einen hört.

Die Fahrkarte kostet in der Regel etwas mehr, als in kommunalen Verkehrmitteln, die Tarife variieren je nach Strecke und werden meistens neben der Streckennummer ausgehängt.

Taxis
Taxis sind natürlich teurer als die öffentlichen Transportmittel, besonders wenn es sich um „Nicht-Schwarz-Taxis“ (legale Taxis) handelt, dafür aber sicher. Der Tarif beträgt ca. 0,30 – 0,50 Euro pro km,. Es empfiehlt sich, ein Taxi telefonisch im voraus zu bestellen.

Die „freien“ Taxis sind in der Regel billiger, mit Ausnahme von Flughäfen, Bahnhöfen etc. – hier sind die Taxifahrer oft sehr aufdringlich und verlangen gerade von Ausländern extrem (phantastisch) hohe Summen. Wenn Sie bei der Anreise nicht abgeholt werden, versuchen Sie, in der Nähe ein Streckentaxi oder einen Omnibus in die Innenstadt zu finden, oder gehen Sie einfach hundert Meter weiter und suchen dort einen Fahrer.

Autofahren
Abenteuerlustige, die sich mit ihrem eigenen Auto in die russischen Weiten wagen, müssen vieles, was in Deutschland als selbstverständlich galt, wie Autobahnen und Raststätten, schnell vergessen. Auch können Sie nicht auf die gängigen Höflichkeitsnormen und Rücksichtsnahmen zählen. Der kürzeste Weg durch Polen und Weißrussland ist in der Regel nicht der angenehmste, wegen der extremen Überlastung der Grenzübergänge von Polen nach Weißrussland und des mehrstündigen (wenn nicht –tägigen!) Wartens in der Schlange. Der zivilisiertere Umweg führt über Kopenhagen - Stockholm - Helsinki - Sankt-Petersburg oder direkt mit der Fähre nach Helsinki oder St. Petersburg.

Informieren Sie sich vor Ihrer Abfahrt – z.B. durch Beratung beim ADAC – unbedingt über den aktuellen Stand der Anforderungen. Bei der Einfuhr des PKWs benötigen Sie zur Zeit:

•  Einen internationalen Führerschein (erhältlich bei jeder Führerscheinstelle);
•  Eine spezielle Inlands-Versicherung für das KFZ, ist direkt an der Grenze erhältlich (die grüne Versicherungskarte gilt nicht). Die Kosten hierfür hängen von Aufenthaltsdauer und Typ ab: z.B. für ein 100 PS-Auto und 2 Wochen umgerechnet ca. 40 Euro;
•  eine schriftlichen Verpflichtung, ihr Fahrzeug wieder auszuführen (wird vom Zoll an der Grenze ausgestellt)

Auch Tanken funktioniert in Russland meist anders als im Westen. Man geht erst zur Kasse und sagt dort, wieviel Liter man an welcher Zapfsäule tanken will und zahlt. Hierauf wird die entsprechende Anzahl Liter an der Zapfsäule freigegeben. Übrigens: es gibt nicht selten keine Abschaltautomatik!

Die Strassen selbst entsprechen oft nicht den westlichen Standards, ein vorsichtiges Fahren empfiehlt sich auf jeden Fall. Auch der innenstädtische Verkehr verlangt hohe Aufmerksamkeit mit seinen chaotischen Verhältnissen und häufigen Staus, besonders in Moskau und den anderen großen Metropolen.

Natürlich sollten sich Reisende mit PKW der erhöhten Diebstahlsgefahr bewusst sein und die üblichen Vorsichtsmaßnahmen beachten (möglichst bewachte Parkplätze, nichts im Auto zurücklassen usw.)

S. auch: http://www.nachrussland.de/

Reisen innerhalb Russlands:
Sicherlich wollen Sie neben ihrem Studienort auch andere Städte Russlands besuchen und so das Land erkunden. Für die Unterkunft gelten ähnliche Bedingungen wie für die Unterkunft an ihrem Studienort selbst. Viele Unis bieten in ihren Wohnheimen auch einen «Hotelbetrieb» an. Erkundigen Sie sich im Voraus bei der entsprechenden Universität. Bitte beachten Sie, dass solche «Wohnheim-Hotels» zwar über eine Küche verfügen, aber kochen müssen Sie selbst (oder Sie gehen in ein Restaurant).

Als Transportmittel steht ihnen vor allem der Zug, Bus oder evtl. Flugzeug zur Verfügung. Bei einer Busreise können Sie sich ihre Fahrkarte meist recht spontan (je nach Zielstadt oft noch wenige Stunden vor der Abfahrt) bei einer Vertreterin der Reisegesellschaft direkt am Bus kaufen.

Bei einer Bahnreise empfiehlt sich ein genaues Vorausplanen, da es oft ein bestimmtes Kontingent an günstigeren Fahrkarten gibt, welches aber schnell vergriffen ist! Beachten Sie, dass die Fahrkarten anders als in Deutschland immer mit einer Platzreservierung ( platzkarta ) verkauft werden, sie gelten also immer nur für einen bestimmten Zug und sind nicht übertragbar - weder auf eine andere Person noch auf einen anderen Platz. Bei der Bahn gibt es auch verschiedene Fahrkartenkategorien: Platzkarten, d.h. ein Liegebett in einem Großraumwagon, Coupé- oder SV-Karten, (d.h. ein Bett in einem Vierer- oder Zweier-Abteil). Bahnfahrkarten gibt es z. B. in allen Fernbahnhöfen, in größeren Städten auch an speziell hierfür eingerichteten Verkaufskiosken und der sogenannten „Transagenstvo“ (Reisedienst-Service).

Haben Sie vor, eine weit entfernt liegende Stadt zu besuchen, ist das Flugzeug sicherlich die beste Wahl. Hierbei können Sie u. U. sehr günstige (und zeitlich begrenzte) Flugtickets ergattern.

Mitfahrgelegenheiten
Immer noch eine Seltenheit. Wenn schon, dann sucht man eher Mitfahrer ( poputcik ) für Urlaubsreisen oder für die täglichen Fahrten innerhalb einer Stadt – wenn Sie irgendwo im „Schlafbezirk“ am Stadtrand wohnen und unterwegs auch noch Ihr Russisch praktizieren möchten, ist dies vielleicht die beste Gelegenheit. Trampen ist kaum möglich, da die meisten Fahrer Geld verlangen, und wird auch aus Sicherheitsgründen auf keinen Fall empfohlen.

Quelle: DAAD

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